Schweinepest in Rösrath

In der Gemeinde Rösrath ist ein Wildschwein (Frischling) erlegt worden, welches abgemagert war. Bei diesem Tier wurde das Schweinepestvirus nachgewiesen. Im Umkreis von ca. 10 km um Rösrath wird ein "gefährdeter Bezirk" eingerichtet.
In diesem Bezirk müssen alle erlegten und tot aufgefundenen Wildschweine auf Schweinepest untersucht werden und es gibt Auflagen für die Vermarktung. 

Da sich das Virus weiterverbreiten kann, ist es erforderlich, auch außerhalb des gefährdeten Bezirkes die Untersuchung von Wildschweinen zu intensivieren, um eine eventuelle Weiterverbreitung der Seuche frühzeitig erkennen zu können.
In diese so genannte Surveillance-Zone sollen alle Städte und Kreise im rechtsrheinischen Teil des Regierungsbezirkes Köln einbezogen werden.

Aufgrund der derzeitigen günstigen Wetterlage und Mondphase wäre es äußerst wünschenswert und hilfreich, wenn bereits bei den Jagden an diesem Wochenende in den entsprechenden Gebieten Proben von allen erlegten Wildschweinen entnommen werden könnten. Von den erlegten Tieren sollten Blutproben und Organproben (Tonsille, Milz oder Niere) entnommen und mit einem Probenbegleitschein beim zuständigen Veterinäramt abgegeben werden. Die Proben sollten so verpackt sein, dass keine Flüssigkeit auslaufen kann ( z. B einpacken in 2 dichte Plastiktüten) und bis zur Abgabe beim Veterinäramt gekühlt werden.

In der Pressemitteilung des Rheinisch-Bergischen Kreises heißt es:
"Ich will nochmals deutlich betonen, dass es sich bei der Schweinepest um eine reine Tierseuche handelt, die sich nicht auf den Menschen überträgt", erklärt Landrat Mönig. Er appelliert jedoch an alle Halter von Schweinen, die ihre Haltung bisher nicht beim Veterinäramt angezeigt haben, diese Anzeige im eigenen Interesse aber vor allen Dingen auch der anderen Schweinehalter umgehend nachzuholen. Zu den Hausschweinen zählen auch die sogenannten Minipigs, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Auch diese Halter müssen sich umgehend beim Veterinäramt unter der Telefonnummer 02202/13-2815 zu melden.

Das Veterinäramt ergreift zusammen mit den Behörden der Nachbarkreise und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zur Zeit alle notwendigen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung in der Wildschweinpopulation zu verhindern.
Dazu wurden folgende Maßnahmen angeordnet :
·         Jedes einzelne erlegte Wildschwein wird von den Jägern sorgfältig
          untersucht; anhand eines aufwändigen Spezialverfahrens werden die 
          Aufbrüche (= Innereien) auf unschädliche Weise beseitigt; erst wenn
          sich mit Sicherheit herausgestellt hat, dass das Tier nicht erkrankt ist,
          darf es zum Verzehr freigegeben werden.

·         Das Veterinäramt organisiert eine Impfkampagne die im Februar startet und sich die sich voraussichtlich
         über mehrere Jahre erstrecken wird.

·         Alle Halter von Hausschweinen sind dazu verpflichtet, die Transportbeschränkungen zu beachten. Für
          den Transport besteht Genehmigungspflicht.

·         Damit ihre Schweine nicht erkranken, müssen die Halter von Hausschweinen konsequente
          Hygienemaßnahmen treffen: keine Speiseabfälle verfüttern, regelmäßige Reinigung und Desinfektion,
          stark eingeschränkter Personenverkehr, Desinfektionsmatten vor Stallungen etc. Jegliche denkbaren
          Kontakte mit Schwarzwild sind zu vermeiden!!

Es gibt sogenannte Surveillance-Vordrucke um die erlegten Schweine untersuchen zu lassen, damit eine lückenlose Dokumentation gegeben ist.

Mitteiler sind   Landesjagdverband NRW
                    Veterinäramt LR Rhein.-Berg. Kreis

Aktualisiert (Samstag, 18. September 2010 um 06:17 Uhr)