Am 14. Juni 2012 fand das diesjährige Jahrestreffen der Deutschen Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen e.V. (DEVA) statt.

Teilnehmer der Veranstaltung waren Personen aus den Jagd- und Schießsportverbänden, der Waffen- und Optikindustrie, Sachverständige im Bereich Waffenwesen, Jagdversicherungsträger und ein paar andere Sponsoren dieser Anstalt.

Über die Versammlungspunkte hinaus gab es aber ein recht interessanten Vortrag zum Thema „bleifreie Geschosse“ von Dipl.-Forstw. Carl Gremse, M.Sc. .

Er hatte anhand eines zunächst auf Mecklenburg-Vorpommern mit fast 6000 Abschüssen und danach vom Bundesministerium (BMELV) in Auftrag gegebenen Studie mit annähernd 5500 Abschüssen über die Verwendung und Wirkung von bleifreien Geschossen referiert.

Er zeigte einen Abschussbericht vor, der auf die Vielfältigkeit der Wirkung von Geschossen, Wild und Situationen einging.
Diese Studie wird u. a. ebenso von der Munitionsindustrie und dem DJV unterstützt und soll auch den Munitionsherstellern Aufschluss darüber geben, welche Geschosskonstruktionen brauchbar erscheinen. Er gab noch nicht preis, welche Geschosse vom Markt genommen würden, sagte aber, dass egal ob bleifrei oder –haltig es allein auf den Aufbau dieser ankommt.

Weiterhin wird im Rahmen dieser Studie erforscht, inwiefern Wildbret durch die Verwendung dieser einzelnen Geschosse kontaminiert wird.

 

Aus den Versammlungsteilnehmern stellte sich die Frage, ob in der Studie auch erprobt wird, inwieweit sich bleifreie Geschosse durch Ablagerungen im Lauf bemerkbar machen und ob es dadurch zu unplanbaren Druckerhöhungen kommen kann. Dieses wurde verneint und bedarf späterer Praxiserfahrungen.

 

Vorläufig lässt sich somit nur sagen (Veröffentlichung bei den Auftraggebern muss erst erfolgen), dass es sehr stark auf die Geschosskonstruktion ankommen wird, egal, ob man bleifrei oder bleihaltig schießen möchte. Hinsichtlich Giften und Schwermetallen wurde bis dato keinerlei Aussage getroffen.

 

 

 

 

Aktualisiert (Freitag, 06. Juli 2012 um 11:41 Uhr)