Verordnung zur Durchführung des Landesjagdgesetzes

DVO LJG-NRW

  

So nun ist es geschehen – bis zum 31.12.2015 gilt nun die o. g. Verordnung und löst damit die

Verordnungen 

1.      JägerprüfungsVO

2.      VO über die Falknerprüfung

3.      VO über Klasseneinteilung und den Abschuss v. männl. Schalenwild

4.      VO über die Beschränkung der Verwendung von Bleischrot

5.      FütterungsVO

6.      FangjagdVO

ab.

 

Somit gilt nun für den neuen Jägerprüfungsjahrgang (ab 2011 Jagdprfg.), dass mit dem Antrag auf Zulassung neben dem Einzahlungsbeleg der Prüfungsgebühr nun auch noch

1.      ein Nachweis der Landesvereinigung der Jäger über die sichere Handhabung und das Schießen mit einer Kurzwaffe mit einem Mindestkaliber von 9 mm und

2.      ein Nachweis über die Teilnahme an einer vom zust. Veterinäramt anerkannten Schulung zur kundigen Person nach EG-Verordnung

beigefügt werden muss.

 

Bei der Schießprüfung werden weiterhin die bekannten Schrotdisziplinen geschossen. Neu ist allerdings, dass nun der Bock sitzend aufgelegt, anstatt stehend angestrichen beschossen wird.

Dieses soll dann aus einem Ansitzstuhl (Nachahmung einer Ansitzleiter) gemacht werden und nun besteht man erst mit 40 Punkten, anstatt 30 der früher geltenden Disziplin.

Weiterhin muss nun auf den laufenden Keiler geschossen werden, welches der immer mehr stattfindenden Drückjagden Tribut zollt. Hierbei muss der Prüfling zwei der fünf Schuss innerhalb der Ringe platzieren.

 

Bei der Klasseneinteilung des Schalenwildes, dem Teil 2 der neuen Verordnung hat sich ggü. der außer Kraft getretenen Verordnung nichts geändert.

 

Das Kapitel zum Füttern und Kirren des Wildes hat die sich noch im Dezember 2009 geänderte FütterungsVO übernommen. Änderungen waren damals

1.      keine Rüben und

2.      bei einer Kirrung für Schwarzwild maximal ein Liter Kirrmittel (Getreide u. Mais) je Kirrstelle

zu verwenden.

 

Unverändert wurden in Folgekapiteln des Teils 2 der Verordnung die frühere FallenVO und das Aussetzverbot für Fasanen und Wildenten übernommen, ebenso die BleischrotVO.

 

Genauso wurde in Teil 3 die DVO zur Wildschadensabwehr übernommen.

 

Zunächst ist zu sagen, dass diese Durchführungsverordnung die Flut der einzelnen Verordnungen zum Landesjagdgesetz, zu Durchführungsanweisungen u.s.w. unter einem Dach gebracht hat.

In Anbetracht der heute geübten Jagdpraktiken halte ich die Änderung der Schießprüfung für eine praxisrelevante Umänderung, welche jedoch die eine oder andere Prüfungsbehörde in Bedrängnis hinsichtlich der laufenden Keiler-Anlagen bringt.

Nicht jeder Schießstand ist im Besitz einer solchen Anlage, wodurch es auf die vorhandenen Anlagen einen „Run“ geben dürfte, welches auch vom Schießstandpersonal einiges an Zeitmanagement und von den Ausbildern jede Menge Flexibilität einfordern dürfte.

       

Aktualisiert (Samstag, 11. September 2010 um 01:33 Uhr)